Vorwort
Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen und Optimierungen, die Sie mit Comarch ERP Enterprise 6.3 erhalten. Diese Übersicht spiegelt einen Ausschnitt aller Weiterentwicklungen wider. Eine Auflistung der Weiterentwicklungen finden Sie im Begleitschreiben zur Auslieferung.
Ergonomieoptimierungen
Das Design CDS (Comarch Design System) steht bereits seit dem Release 6.2 in den Benutzereinstellungen zur Auswahl zur Verfügung und wurde für das Release 6.3 optimiert und erweitert. Dazu wurden im Vorfeld diverse Benutzer im Umgang mit Comarch ERP Enterprise beobachtet und deren Benutzererfahrungen (User Experience, UX) flossen in die Entwicklung ein. Nachfolgend finden Sie einen Ausschnitt der wesentlichen Änderungen:
Bedienungsoberfläche
Neben der bisherigen Navigation mit einer Taskleiste steht der Navigationsmodus Tabs zur Verfügung. Ist dieser in den Benutzereinstellungen festgelegt, dann erhalten Sie im Comarch-ERP-Enterprise-Fenster folgende neue Elemente und veränderte Anordnungen:
Seitenleiste
Links im Fenster finden Sie über die volle Länge des Fensters eine auf- und zuklappbare Seitenleiste, in der die Anwendungen angeboten werden. Diese Seitenleiste ist an dieser Stelle fixiert und enthält diese Elemente:
- Suchfeld
Das bisherige Suchfeld für das Benutzermenü sucht nicht mehr nach Buchstabenfragmenten innerhalb eines Namens, sondern beginnt stets mit dem Suchmerkmal am Wortanfang. So finden Sie mit dem Suchmerkmal cust die Anwendung Customizing, das Suchmerkmal omi liefert kein Ergebnis. Diese Änderung liefert Ihnen in den überwiegenden Fällen ein besseres Suchergebnis als bisher.
- Startseite
Der Eintrag Startseite ist fixiert und liefert Ihnen per Klick die Startseite wie bisher.
- Favoriten
Der Eintrag Favoriten ist fixiert und öffnet Ihnen rechts neben dem Eintrag die von Ihnen als Favoriten gekennzeichneten Anwendungen. Die Anzeige hat sich so verändert, dass aufgrund des erweiterten verfügbaren Anzeigeraumes innerhalb des Fensters mehr Favoriten angezeigt werden können als bisher und damit ein Scrollen innerhalb der Favoriten meistens vermieden wird.
- Zuletzt verwendet
Der Eintrag Zuletzt verwendet ist fixiert und öffnet Ihnen rechts neben dem Eintrag die von Ihnen zuletzt geöffneten Anwendungen. Die Anzeige hat sich so verändert, dass aufgrund des erweiterten verfügbaren Anzeigeraumes innerhalb des Fensters mehr Anwendungen angezeigt werden können als bisher.
- Frameworks
Die Frameworks und deren darin enthaltenen Anwendungen werden unterhalb des Eintrags Zuletzt verwendet alphabetisch genannt. Diese Anzeige variiert demnach, während die Einträge Startseite, Favoriten und Zuletzt verwendet oben in der Seitenleiste fixiert sind und nicht dem Scrolling unterliegen.
Die Anwendungen werden rechts neben dem Eintrag angezeigt. Die Anzeige hat sich so verändert, dass aufgrund des erweiterten verfügbaren Anzeigeraumes innerhalb des Fensters mehr Anwendungen angezeigt werden können als bisher und damit ein Scrollen meistens vermieden werden kann. Die Ordner innerhalb der Frameworks für Berichte und Hintergrund-Anwendungen sind alphabetisch in die Anwendungsnamen einsortiert. Sie stehen nicht mehr am Ende aller Anwendungen eines Frameworks.
Die Sprunglisten stehen Ihnen wie bisher zur Verfügung.
Andockbare Fenster
Das andockbare Fenster Benutzermenü und Favoriten wurde durch die Seitenleiste ersetzt.
Topleiste
Die bisherige Titelleiste, die auch den Anwendungsnamen einer geöffneten Anwendung enthält, wird nicht mehr in dieser Form angeboten. Stattdessen enthält das Comarch-ERP-Enterprise-Fenster eine Topleiste, die sich ab der Seitenleiste über die volle Breite des Fensters erstreckt. Darin finden Sie folgende Elemente:
- Hilfe
Das Hilfe-Menü enthält die bekannten Einträge.
- Einstellungen
Das Menü für die Einstellungen enthält diese Einträge: - Benutzereinstellungen
- Andockbare Fenster
- Benachrichtigungsindikator
Dieses Menü ist weiterhin im Entwicklungsprozess. Es enthält bisher keine Einträge und ist zunächst ohne Funktion.
- Organisationsauswahl
Unter diesem Element finden Sie die dem Benutzer zugeordneten und im geöffneten Anwendungskontext verfügbaren Organisationen zur Auswahl. Die Anzahl variiert und die Einträge können gescrollt werden. Die Anzeige der auswählbahren Organisationen wurde jeweils um ein Icon und die Benutzerkennung des angemeldeten Benutzers ergänzt. Das Ändern des Icons ist noch im Entwicklungsprozess und soll zukünftig änderbar sein. Zusätzlich finden Sie den Eintrag Abmelden, der fixiert unten im aufgeklappten Auswahlfeld verfügbar ist.
Tabs
Unterhalb der Topleiste finden Sie die Tabs zur Navigation. Pro geöffnete Anwendung wird ein Tab angezeigt. Der Tab Start ist grundsätzlich sichtbar und ist vom Blättern ausgeschlossen. Werden mehr Tabs angezeigt als die Seitenbreite des Comarch-ERP-Enterprise-Fensters ermöglicht, dann werden die bekannten Pfeil-Buttons zum Blättern zwischen den Tabs angeboten.
In diesem Navigationsmodus kann eine Anwendung mehrfach im Anzeigenmodus geöffnet werden. Bisher war dieses nur einfach verfügbar und mehrfach im Bearbeiten-Modus. Der Tab einer Anwendung im Bearbeiten-Modus wird eingefärbt, sodass dieser Modus vom Anzeigenmodus unterschieden werden kann.
Listen und Tabellen
In Anwendungen mit Listen oder Tabellen ist festgelegt, dass das jeweilige Element eine minimale Größe hat, damit mindestens eine Zeile angezeigt wird.
Allgemeine neue Funktionen und Empfehlungen
Folgende allgemeine Funktionen erhalten Sie mit dem Release 6.3:
- Drop-Area
Mit der Drop-Area erhalten Sie eine Funktion für das Hochladen von Dateien via Drag & Drop. Ziehen Sie mit der Maus eine Datei z. B. aus dem Knowledge Store einfach auf diese Area und lassen Sie sie dort fallen. Die Referenz wird automatisch erstellt. Ein Klick auf das Drop-Area-Feld öffnet das Dialogfenster für die Auswahl einer Datei.
Beispielhaft wurde diese neue Funktion in der Anwendung Dokumente ergänzt.
- Kopieren mehrteiliger Identifikationen
Eine mehrteilige Identifikation, wie z. B. die einer Vertriebsauftragsposition (Art, Nummer, Positionsnummer), kann mit einer neuen Funktion in die Zwischenablage kopiert werden. Dazu ist der Fokus in das detailreichste Feld zu setzen, also z. B. in das Feld für die Positionsnummer. Mit der dann auszuführenden Tastenkombination für das Kopieren Strg+C wird der einzelne Feldinhalt kopiert. Die sofortige wiederholte Ausführung der Tastenkombination kopiert die komplette Identifikation. Das ist optisch durch das Einfärben aller betroffenen Felder sichtbar.
Auch die umgekehrte Richtung ist einsetzbar, d. h. das Einfügen von zusammengesetzten Identifikationen aus der Zwischenablage mit Strg+V: Auch in diesem Fall ist der Fokus in das detailreichste Feld zu setzen und dann wiederholt (Anzahl der Felder) die Strg+V-Kombination zu drücken.
Empfehlungen
Auf der Bedienungsoberfläche finden Sie Elemente, die einem breiten Bedarfsspektrum dienen. Nicht alle Elemente sind in allen Fällen für die Anzeige auf der Oberfläche geeignet, weil sie eventuell nie oder selten in Ihrem Unternehmen genutzt werden. Wir bieten Ihnen dennoch mit der ausgelieferten Oberflächengestaltung einen weitreichenden Umfang an möglichen Elementen, sodass Sie daraus auswählen und einfach entfernen können, was Sie nicht benötigen. Wir empfehlen Ihnen, nicht benötigte Elemente zu entfernen und den Designmodus zu nutzen, um die für Sie geeigneten Elemente im stets sichtbaren Bereich auf der Oberfläche vorzufinden.
Ausblick
Nachfolgend finden Sie Themen, die bereits in der Entwicklung sind und nach Erstveröffentlichung des Releases 6.3 mit einem der darauf folgenden Fixes ausgeliefert werden. Beachten Sie bitte die Begleitschreiben zu den Auslieferungen.
Favoriten
Die Organisation von Favoriten wird durch folgende Funktionen ergänzt:
- Favoriten in Gruppen organisieren
- Reihenfolge per Drag & Drop ändern
Hierarchische Gruppierung
In den anpassbaren Cockpit-Anwendungen wird die Funktionalität zum Gruppieren von Objekten so erweitert, dass auch hierarchische Schlüssel (z. B. Klassifikationen, Konten) als Basis der Gruppierung verwendet werden können.
Serienbriefe
Serienbriefe werden nicht mehr mithilfe von Microsoft® Word auf dem Client-Rechner des Benutzers erzeugt, sondern mithilfe von Bibliotheken und APIs auf dem ERP-Application-Server. Vorausgesetzt wird, dass die Dokumente im neuen docx-Format gespeichert sind. Angeboten wird zunächst nur die Verwendung von MERGEFIELD und dies auch nur im Fließtext, d. h. Kopf- und Fußzeilen werden nicht berücksichtigt.
Software-Entwicklung
Individuelle Prüfungen
Für die Entwicklung individueller Prüfungen stehen weitere Funktionen und Befehle der System-Skriptsprache zur Verfügung. Die Funktionen und Befehle der System-Skriptsprache sind in folgende übergeordnete Kategorien unterteilt:
- Allgemeine Funktionen, die in jedem Kontext aufgerufen werden können.
- OLTP-Funktionen, die eine OLTP-Datenbank erfordern.
- Workflow-Funktionen, die nur innerhalb einer Workflow-Aktivität oder eines Prozesses aufgerufen werden können.
Beispiele für eine allgemeine Funktion sind list() zur Erstellung einer Liste und today() zur Rückgabe des aktuellen Datums. Beispiele für OLTP-Funktionen sind loadPartner() und loadItem(). Beispiele für Workflow-Funktionen sind setActivityPri-ority() zum Einstellen der Priorität der Workflow-Aktivität und
formatSubject() zum Ersetzen von Platzhaltern in der Betreffzeile durch konkrete Werte.
Profiling
Das Profiling ermöglicht Ihnen insbesondere die Datenbankzugriffe einer einzelnen Aktion oder einer beschränkten Folge von Aktionen in einem Protokoll aufzuzeichnen. Mithilfe dieser Aufzeichnung können Sie Schwachstellen in der Implementierung der aufgezeichneten Aktionen identifizieren. Die Profiling-Protokolle sollten zur Qualitätssicherung und Optimierung der Leistungsfähigkeit im Entwicklungssystem bzw. im Entwicklungstestsystem eingesetzt werden. Sofern ein akutes Problem mit der Leistungsfähigkeit im Produktivsystem vorliegt und dies auf eine Aktion reduziert werden kann, dann können die Profiling-Protokolle auch dort genutzt werden.
Für das Profiling steht neben dem bisherigen Tool Mit Profiling arbeiten (wrkprf) nunmehr zur besseren Nutzung das andockbare Fenster Profiling zur Verfügung. Darin können Sie die Aufzeichnung mit und ohne Stackframe starten als auch den Umfang der aufzuzeichnenden Aktionen festlegen. Das aufgezeichnete Protokoll analysieren Sie mit der neu gestalteten Anwendung Profiling-Protokolle abfragen. Darin lassen Sie wiederum für Aktionen und Stackframe sowohl Ein- als auch Ausschlussfilter für das Aufzeichnungsergebnis einstellen. Darüber hinaus können Sie den Stackframe kopieren und in Eclipse einfügen oder zu einzelnen Objekten per Kontextmenü in die Anwendung Entwicklungsobjekte wechseln.
Multithreaded Verarbeitungsaufträge
Multithreaded Verarbeitungsaufträge führen Hintergrund-Anwendungen aus, die durch ein neues API mehrere Threads gleichzeitig verwenden können. Die Threads werden gleichzeitig auf einem Application-Server ausgeführt und nutzen gemeinsam den Arbeitsspeicher. Im Arbeitsspeicher befindliche Daten können direkt zwischen Threads ausgetauscht werden. Beispielsweise kann in einer Massenverarbeitung ein Thread für die Ermittlung des Arbeitsumfanges verwendet und die Daten zur Bearbeitung auf mehrere Threads verteilt werden.
Die Anzahl verwendeter Threads für einen Verarbeitungsauftrag ist begrenzt: Die Hintergrund-Anwendung legt einen Zahlenbereich möglicher Threads fest, für den sie entwickelt wurde, beispielsweise 1-5 Threads. Aus diesem Bereich wählt der Benutzer bei der Erzeugung des Verarbeitungsauftrags die Anzahl an Threads aus, die dem Verarbeitungsauftrag zugeordnet werden sollen. Der Benutzer kann also die verfügbaren Ressourcen des Systems dabei berücksichtigen. Bei der Ausführung werden nur Threads der Verarbeitungs-Warteschlange verwendet, um eine Überlastung des Systems zu vermeiden.
Dienste sind von der Nutzung mehrerer Threads ausgeschlossen. Auch können keine verteilten Verarbeitungs-Warteschlangen verwendet werden.
Belegdokument-Vorlagen
Die Möglichkeit der Variablen in Belegdokument-Vorlagen wurde erweitert. Attribute aus der Instanz eines Beleges können als Variablen verwendet werden und ergeben damit einen größeren Variablenvorrat. Dazu muss in der Belegdokument-Vorlage das Beleg-Business-Object angegeben werden.
Gesperrte System-Schnittstellen
Die Verwendung folgender System-Schnittstellen direkt aus dem Anwendungscode heraus wurde unterbunden.
- cisag.sys.kernel.CisApplicationManager.getInstance()
- cisag.sys.kernel.CisSessionManager.getInstance()
- cisag.sys.kernel.licencing.CisLicenceManager.getInstance()
- cisag.sys.kernel.sql.CisDatabaseManager.getInstance()
Das schließt auch die Verwendung durch Reflektion ein. Diese Schnittstellen lassen die unkontrollierte Verwendung von Ressourcen zu und gefährden so die Leistung und Stabilität des gesamten Systems.
Java 11/17
Beachten Sie folgende Änderungen:
- Genutzt werden die Java-Long-Term-Support-Versionen 11 oder 17.
- Die Java-Source compliance wird auf level 11 angehoben. Damit sind einige neue Java-Sprachfeatures verfügbar.
Eclipse-Foundation.
Bibliotheken
Nachfolgend finden Sie einen Ausschnitt an aktualisierten Bibliotheken:
- Nashorn JavaScript-Bibliothek
Für das Workflow-Management wird für Deklarationen die Nashorn JavaScript-Bibliothek verwendet. Bei Bedarf sind die mit JavaSript erfassten Deklarationen zu prüfen.
- Bouncy Castle
Die Bibliothek Bouncy Castle steht für das Erzeugen von Zertifikaten im Systemcockpit zur Verfügung.
- slf4j
Mit der Bibliothek slf4j wird ein Logging für Fremdbibliothken angeboten.
- Crystal Reports Engine
- Jetty 10 Webserver
- ASM Java bytecode manipulation frameworkBCL
- IDAutomationBarCodes Barcodes und QRCodes
- OpenPDF
- PDFBox
- SwissQRBill
- MS SQL Server JDBC-Treiber
- Postgre JDBC-Treiber
- Diverse Apache-Bibliotheken
System-Management
Business-Integration-Service: REST-Webservices
Die Datenformate der BIS-REST-Webservices wurden erweitert. Neben JSON werden jetzt auch folgende Formate angeboten:
- Export in XML, CSV und Unicode-Text
- Import aus XML
Java-System-Output-Manager
Der Java-System-Output-Manager (Java-SOM) kann die Priorität der Ausgabeaufträge berücksichtigen, in dem einzelne Worker nur Ausgabeaufträge bestimmter Prioritäten bearbeiten. Die Konfiguration erfolgt durch System-Propertys.
Der Java-SOM bearbeitet die Ausgabeaufträge nun immer in der Erzeugungsreihenfolge.
Ausgabeaufträge, die sich bei einem Neustart des Application-Servers in Bearbeitung befanden, werden in den Status Abgebrochen gesetzt.
Der Java-SOM unterscheidet nun die Status In Bearbeitung und In Wartestellung von Ausgabeaufträgen. Bei Ausgabeaufträgen im Status In Bearbeitung wird momentan das Dokument durch einen der fünf Worker des Java-SOM erzeugt.
JVM-Speicheranzeige
Bisher war bei ausgeschalteter Speicherprüfung die Speichergröße der JVM nicht sichtbar. Die Speicheranzeige ist nunmehr immer sichtbar.
Zusätzlich wurden die Schwellwerte angepasst, um Benutzeranmeldungen besser steuern zu können. Darüber hinaus wurde das Auslösen der Garbage Collection durch Comarch ERP Enterprise entfernt.
Asynchrone Benachrichtigungen
Damit eine latente Verzögerung durch einen Roundtrip vermieden werden kann, werden Benachrichtigungen nunmehr asynchron gesendet (Server-sent events). Dadurch wird z. B. die Meldung über einen Verarbeitungsstatus schneller verfügbar.
Webserver
Der intergierte Webserver (Jetty) wurde auf eine neue Version (10.x) umgestellt. Neben diversen Verbesserungen und Optimierungen (Performance) stehen mit dieser Version auch neuere API-Versionen für die Entwicklung eigener Web-Anwendungen zur Verfügung (z. B. das Java Servlet API Version 4.0).
Der alte Webserver wurde komplett entfernt.
Testautomatisierung
Um Software für Testautomatisierungen noch besser einsetzen zu können, kann Comarch ERP Enterprise zusätzliche Metadaten in die erzeugten HTML-Seiten einbetten, wie beispielsweise diese Daten:
- GUID des UI-Elements
- Pfad (bei Attributen von Objektsichten)
Für die Nutzung dieser Daten ist die folgende Property zu verwenden:
com.cisag.sys.dialog.TestAutomationSupport.enabled=true
Browser
Comarch ERP Enterprise kann mit folgenden Browsern verwendet werden:
- Chrome (Windows 8.1 und neuer)
- Edge (Windows 8.1 und neuer)
- Firefox und Firefox ESR (Windows 8.1 und neuer)
- Safari (MacOS und iOS)
Einsetzbar sind die aktuellen Versionen der genannten Browser sowie die jeweilige Vorversion.
Der Internet Explorer ist nicht mehr einsetzbar. Gleiches gilt für den HTA-Modus (MSHTA.exe). Als Referenzbrowser gelten Chrome und Edge.
Folgende Funktionen bieten nun auch Chrome, Edge, Firefox und Safari an, die in früheren Versionen eingeschränkt oder gar nicht nutzbar waren:
- Der App-Modus von Chrome und Edge bietet ein ähnliches Verhalten wie der HTA-Modus, d. h. fast alle Tastaturkurzbefehle sind nutzbar und mehr Platz steht zur Verfügung.
- Mehrere Sessions können gleichzeitig geöffnet sein.
- Auf die Zwischenablage kann zugegriffen werden.
- Microsoft-Office-Dokumente können direkt zum Bearbeiten geöffnet werden.
- Für die Anzeige von PDF-Dokumenten (inkl. der Online-Hilfe von Comarch ERP Enterprise) können die integrierten PDF-Betrachter der Browser (Chrome, Edge, Firefox) verwendet werden. Eine Installation eines externen Programms (z. B. Acrobat Reader) ist nicht mehr erforderlich. HinweisLeider besteht eine Einschränkung bei der Nutzung von externen Links in den PDF-Dateien:
Beim Anklicken von Links zu anderen Dokumenten werden diese außerhalb des Comarch-ERP-Enterprise-Fensters im selben Browserfenster (-Karteireiter) angezeigt und verdrängen damit das Comarch-ERP-Enterprise-Fenster aus dem Browser. An einer Lösung wird bereits gearbeitet.
Für den HTML-Editor galt bislang die Einschränkung, dass Formatierungen mit Tab in den modernen Browsern anders angezeigt wurden als im Internet Explorer und in Crystal Reports. An der Aufhebung dieser Einschränkung wird gearbeitet, die Auslieferung ist für eine der nächsten Softwareaktualisierungen geplant.
Client-seitiges Drucken
Für das client-seitige Drucken war bisher das Print-Control verfügbar. Dieses kann nicht mehr genutzt werden. Das Drucken kann nur noch lokal erfolgen, indem eine PDF-Datei heruntergeladen und von dort zum Druck an einen verfügbaren Drucker gesendet wird.
Ausblick
Nachfolgend finden Sie Themen, die bereits in der Entwicklung sind und nach Erstveröffentlichung des Releases 6.3 mit einem der darauf folgenden Fixes ausgeliefert werden. Beachten Sie bitte die Begleitschreiben zu den Auslieferungen.
Apache Kafka
Der Datenaustausch per Apache Kafka und Comarch ERP Enterprise wird mtihilfe des Business Integration Services und darüber zu erfolgende Im- und Exporte ermöglicht.
Keycloak
Die bestehenden Alternativen für die Anmeldung und Authentifizierung wird um Keycloak ergänzt. Keycloak ist ein Single-Sign-on-Verfahren, ähnlich wie Kerberos.
ODBC 64 Bit and Crystal Reports 64 Bit
Der 32-Bit–ODBC-Treiber wird um einen 64-Bit-Treiber ergänzt. Der Windows-SOM wird auf die Verwendung der 64–Bit-Engine von Crystal Reports umgestellt.