Anlagenstamm

Für die Verwaltung der Anlagengüter in der Anlagenbuchhaltung wird eine Vielzahl von Informationen benötigt. Diese Informationen werden im Anlagenstamm gespeichert. Der Anlagenstamm bildet damit die zentrale Tabelle der Anlagenbuchhaltung. Hier werden neue Anlagengüter erfasst, bestehende geändert oder gelöscht. Die hier hinterlegten Informationen bilden die Grundlage für die Berechnungsläufe und Auswertungen der Anlagenbuchhaltung. Kurz gesagt: Im Anlagenstamm werden die Informationen abgelegt, die für die Verwaltung der Anlagengüter benötigt werden.

Für die verschiedenen gesetzlichen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen können zu jedem Anlagegut beliebige Abschreibungsbereiche angelegt werden. Denkbar sind zum einen steuerliche und kalkulatorische Abschreibungsmöglichkeiten, aber auch Abschreibungsmöglichkeiten nach einer anderen Rechnungslegungsvorschrift, wie z.B. nach UK-GAAP, IAS oder US-GAAP.

Die Unterscheidung einzelner Anlagegüter erfolgt aufgrund von Anlagennummern. Der Anlagenstamm enthält eine Vielzahl von Feldern zur Information und zur Kontrolle und Steuerung der Buchungen:

  • Abschreibungsmethode
  • Nutzungsdauer
  • Wiederbeschaffungswerte
  • Abschreibungsregelung im ersten Nutzungsjahr (Vereinfachungsregel, Pro Rata, volle Jahresabschreibung)
  • Abschreibungsregelung im letzten Nutzungsjahr
  • Rundungsregeln
  • Kalkulatorische Zinsen
  • Versicherungsangaben
  • Dateianhänge (Bilder, Beschreibungen etc.)

Bei der Neuanlage eines Anlagegutes werden bestimmte Felder in Abhängigkeit der eingegebenen Anlagengruppe vorbesetzt.

Begriffsbestimmung

Anlagenstamm

Das Anlagevermögen eines Unternehmens setzt sich aus sehr unterschiedlichen Anlagegütern zusammen. Neben materiellen Anlagegütern, wie z.B. Gebäuden, Maschinen oder Fahrzeugen, gibt es auch immaterielle Anlagegüter, wie z.B. Software, Lizenzen und Patente. Im Anlagenstamm sollen neben den Grunddaten, die allen Anlagengütern gemein sind, auch spezielle Informationen abgelegt werden können.

Neben diesen Aktiva des Anlagevermögens können auch Passiva des Anlagevermögens im Anlagenstamm gespeichert werden. Es können Sonderposten oder Rücklagen eingestellt werden, die dann über eine angegebene Laufzeit wieder aufgelöst werden.

Im Anlagenstamm können neben den Anlagegütern des Anlagevermögens auch fremde Anlagegüter, wie z.B. geleaste Fahrzeuge, aufgenommen werden. Der Anwender erhält somit einen Überblick über seine Leasingobjekte, kann diese separat auswerten und auch Restwerte ermitteln lassen.

Für die Planung von Investitionen bietet der Anlagestamm die Möglichkeit, Plananlagen anzulegen. Diese lassen sich separat auswerten und die Planzahlen an andere Module wie z.B. Kostenrechnung weitergeben.

Anwendungsbeschreibung

Der Anlagenstamm ist in mehrere Register untergliedert. Das Register Allgemeines beinhaltet die Grundinformationen zu einem Anlagegut. In den weiteren Registern erhalten Sie die Möglichkeit, thematisch gegliedert, weitere Angaben zur Anlage zu erfassen. Z.B. können Versicherungen zugeordnet werden. Die zugeordneten Versicherungen erlauben Versicherungsauswertungen über das Anlagevermögen.

Über das Register Abschreibungsmethoden können jedem Anlagegut Abschreibungsmethoden zugeordnet werden.

Die Anwendung Anlagenstamm besteht aus einem Identifikations- und einem Arbeitsbereich.

Identifikationsbereich

Der Identifikationsbereich enthält die Felder, die den Abschreibungsbereich identifizieren. Der Eintrag im Feld Anlagennummer identifiziert einen Abschreibungsbereich eindeutig. Ergänzend wird eine Bezeichnung erfasst/angezeigt.

Sie können in der Ansicht Basis ein Bild einer Anlage hinterlegen. Im Dokument Vorgehensweisen: Anlagenstamm finden Sie eine detaillierte Anleitung, wie Sie ein Bild zur Anlage speichern können.

Die Felder im Einzelnen:

  • Anlagennummer – Die Anlage identifiziert das Anlagegut eindeutig. Die Erfassung ist sowohl mit Ziffern als auch Buchstaben möglich.
    Lückenloser Nummernkreis für die Anlagennummer:
    Bei der Neuanlage von Anlagen besteht die Möglichkeit die Nummernvergabe auf Lückenlosigkeit einzustellen.
  • Anlagengruppe – Die Anlagengruppe ermöglicht die Vorbesetzung bestimmter Werte für den Anlagenstammsatz. Ebenso ist eine Gliederung des Anlagevermögens hiernach möglich.
    Nachdem die Anlage bebucht wurde, kann die Anlagengruppe nur noch durch eine Umbuchung geändert werden.
  • Bezeichnung – Die Bezeichnung dient als zusätzliches Erkennungsmerkmal. Sie kann aus frei wählbarem Text bestehen. Eine gleichlautende Bezeichnung kann auch mehrfach existieren.
  • Aktiv -Einer Anlage können verschiedene Zustände zugeordnet werden:
    • Inaktiv – Inaktive Inventare werden innerhalb von Auswertungen, im Dialogprogramm und im Abschreibungslauf nicht berücksichtigt
    • Aktiv – Die Standardeinstellung ist Aktiv. Diese Anlagen werden in dem Programm uneingeschränkt berücksichtigt.
  • Anschaffungsdatum – Geben Sie das Anschaffungsdatum der Anlage ein. Das Anschaffungsdatum dient als Suchkriterium für die Anlage. Es kann als Vorschlagswert für das Abschreibungsbeginndatum verwendet werden.
  • Anlagenstandort – Der Standort kennzeichnet die räumliche Zuordnung einer Anlage. Dies kann z.B. eine Firma, eine Abteilung, ein Lager oder ein Raum sein. Ein Standort ist zwingend anzugeben. Nachdem die Anlage bebucht wurde, kann der Standort nur noch durch eine Umbuchung geändert werden.
  • Inbetriebnahmedatum – Die Angabe eines Inbetriebnahmedatums ist optional. Das Inbetriebnahmedatum kann als Vorschlagswert für das Abschreibungsbeginndatum verwendet werden.
  • Hauptanlage – Das Feld Hauptanlage wird automatisch von System gefüllt. Es dient als Kriterium um alle Anlagen zu einer Hauptnummer zusammenzufassen und auszuwerten. Dieses Feld steht als Selektionsmerkmal in den Auswertungen und Anzeigen zur Verfügung.
  • Suchbegriff – Zusätzlich zur Bezeichnung kann ein Suchbegriff erfasst werden. Der Suchbegriff wird bei der Auswahl einer Anlage als Auswahlkriterium angeboten.
  • Matchcode – Zusätzlich zum Suchbegriff einer Anlage kann hier ein Matchcode erfasst werden. Der Matchcode wird bei der Auswahl einer Anlage als Auswahlkriterium angeboten.

Arbeitsbereich

Der Anlagenstamm ist in mehrere Bereiche unterteilt, die verschiedene Informationen enthalten, gruppiert nach Themenbereichen, wie Abschreibungsmethoden, Berechnung der Abschreibungen, Berechnung der Zinsen, Versicherungsangaben, u.a.m.

Der Arbeitsbereich enthält eine editierbare Positionsliste und einen Positionseditor.

Karteireiter Allgemeines

Diese Registerkarte enthält Informationen über die zentralen Angaben zur Anlage, wie Anlagenklasse, Anzahl der Anlagen, Art der Anlage etc.

Die Felder im Einzelnen:

  • Anlagenklasse – Ordnen Sie der Anlage eine Anlagenklasse zu.
    • Aktiva – Die überwiegende Anzahl der Anlagen werden in der Aktiva geführt
    • Leasing – Mit Leasing-Anlagen sind hier Anlagen gemeint, die sich nicht im Eigentum des Unternehmens befinden. Sie werden deshalb in Auswertungen z.B. im Anlagengitter nicht ausgewiesen.
    • Passiva – Unter Passiva können z.B. Sonderposten aus Zuschüssen, welche von staatlichen Institutionen für die Anlage gezahlt wurden, geführt werden.
  • Anzahl – Hier kann die Anzahl der Anlagen erfasst werden, die unter dieser Anlagennummer geführt werden
  • Geplante Anlage – In diesem Feld nehmen Sie die Verknüpfung eines Anlagegutes zu einem geplanten Anlagegut vor. Sofern Sie hier eine Plananlage zuordnen, muss der Planstatus dieser Plananlage entweder den Wert In Planung oder Abgeschlossen aufweisen.
  • Anlage im Bau – Für eine Anlage im Bau z.B. ein Gebäude können zunächst alle Anschaffungskosten für die einzelnen Bauabschnitte gebucht werden. Bei der Fertigstellung und Inbetriebnahme einzelner Abschnitte können diese dann über den Buchungsdialog aktiviert werden. Für Anlagen im Bau sind im Buchungsdialog nur bestimmte Bewegungsschlüssel zulässig.
  • Geplante Perioden ab – Mit dem Feld Geplante Perioden ab kann gesteuert werden, ab wann die Plananlage im Planlauf berücksichtigt wird. Bleibt das Feld leer, ist die Plananlage immer gültig, was den Planungsbeginn angeht.
  • Geplante Perioden bis – Mit dem Feld Geplante Perioden bis kann gesteuert werden bis wann die Plananlage im Planlauf berücksichtigt wird. Bleibt das Feld leer, ist Plananlage immer gültig, was das Planungsende angeht.
  • Abgang – Bei einem Anlagenabgang wird Ihnen in diesem Feld angezeigt, inwieweit die Anlage abgegangen ist. Folgend Information wird angezeigt:
    • Teilweise abgegangen (diese Information wird gesetzt, wenn nicht alle zugeordneten Abschreibungsbereiche der Anlage abgegangen sind)
    • Voll abgegangen
    • Nicht abgegangen
  • Plananlage – Mit diesem Feld wird eine Anlage als geplante Anlage gekennzeichnet, deren tatsächliche Anschaffung erst in der Zukunft erfolgt. Im Buchungsdialog sind nur bestimmte Bewegungsschlüssel für diese Art der Anlage zulässig. Auf einer geplanten Anlage können geplante Investitionswerte erfasst und die zu erwartenden Abschreibungen gerechnet werden.
Karteireiter Optionale Dimensionen

Dieser Karteireiter enthält die Zuordnung zu Controlling-Objekten wie Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung. Angezeigt werden alle optionalen Dimensionen, die in der Anlagenbuchhaltung eingesetzt werden.

Die optionalen Dimensionen werden z.B. verwendet für die Abschreibungsbuchungen, die in die Finanzbuchhaltung und das Controlling übertragen werden können.

  • Optionale Dimension – In diesem Feld legen Sie fest, ob der Dimensionstyp 01 mit der hier hinterlegten optionalen Dimension vorbelegt wird.
  • (Weitere optionale Dimensionen) – Sind mehrere Optionale Dimensionen eingesetzt, werden diese hier aufgeführt.
Karteireiter Anlagengruppen

Für jede Anlagengruppenänderung mit der Belegart Ändern Anlagenstamm wird die Information unter diesem Karteireiter gefüllt. Dadurch ist die zeitliche Veränderung der Anlagengruppe je Anlagenstamm zu sehen.

  • Gültig ab – Zeitpunkt, ab dem die Anlagengruppe gültig ist
  • Anlagengruppe – Kennung der Anlagengruppe
  • Status – Information über den aktuellen Status der Anlagengruppe
Karteireiter Klassifikationen

Dieser Karteireiter beinhaltet zusätzliche Informationen über die Anlage. Sie können Ihre eigenen Klassifikationswerte in jedem Klassifikationsfeld definieren.

  • Klassifikation 1 bis 5 – Innerhalb der Klassifikationen können individuelle Merkmale für das Anlagevermögen definiert und ausgewertet werden
  • Hersteller – Kennung des Herstellers der Anlage
Karteireiter Zusatzinformationen

Dieser Karteireiter enthält Informationen über den Vermögenswert wie Baujahr, Sachbearbeiter, Gläubiger, Inventarnummer, Inventardatum, etc.

Die Felder im Einzelnen:

  • Sachbearbeiter – Mit Hilfe eines Sachbearbeiters kann das Anlagevermögen personell zugeordnet werden. Der Sachbearbeiter kann zur Gliederung, Selektion und Sortierung des Anlagevermögens verwendet werden.
  • Baujahr – Sie können hier ein Baujahr für die Anlage angeben. Das Baujahr kann zur Gliederung, Selektion und Sortierung des Anlagevermögens verwendet werden.
  • Maschinennummer – Das Feld Maschinennummer kann verwendet werden, um beispielsweise die Seriennummer einer Maschine zu hinterlegen. Nach dieser Maschinennummer können Anlagen selektiert und ausgewertet werden.
  • Kreditor – Sie können in diesem Feld eine Kreditorennummer angeben. Diese entspricht dem Lieferanten der Anlage. Der Kreditor kann zur Gliederung, Selektion und Sortierung des Anlagevermögens verwendet werden.
  • Artikel – Wenn das Feld leer ist, wird der Beschaffungsartikel aus der Eingangsrechnung übernommen
  • Ausprägung – Die Ausprägung eines Artikels wird informatorisch in den Anlagenstamm übernommen
Karteireiter Versicherung

In einem Unternehmen kann zu jedem Wirtschaftsgut eine oder mehrere Versicherungen zugeordnet werden, ebenso kann eine Versicherung für mehrere Wirtschaftsgüter gelten.

Unter Versicherung ist hier nicht die Versicherungsgesellschaft, sondern vielmehr ein bestimmter Vertrag gemeint, der durch einen Versicherungsschein repräsentiert wird.

Diese Zuordnung wird über den Karteireiter Versicherung hergestellt. In diesem Karteireiter können Sie also Zuordnungen für die Anlage in Bezug auf die Versicherung der Anlage hinterlegen. Diese Angaben dienen als Grundlage für die Berichte an die Versicherung. Die Grundlage für die Berechnung der Versicherungswert ist der Wiederbeschaffungswert. Der Benutzer kann eigene Versicherungswerte definieren, um die Wiederbeschaffungskosten zu berechnen. Es können auch fixe Versicherungsbeträge angegeben werden.

Einzelversicherungen dürfen nur genau einem Anlagegut zugeordnet sein, während Pauschalversicherungen beliebig vielen Anlagengütern zugeordnet werden können.

Die Felder im Einzelnen:

  • Versicherungsnummer – Hier erfolgt die Angabe der Versicherungsnummer, die diesem Anlagegut zugeordnet werden soll. Jeder Versicherungsnummer kann nur ein Wirtschaftsgut zugeordnet werden, es sei denn, es handelt sich um eine Pauschalversicherung.
  • Wiederbeschaffungsgruppe – Mit der Angabe der Wiederbeschaffungsgruppe wird bestimmt, wie das Programm den Wiederbeschaffungswert ermitteln soll.
    Das Feld wird zum Pflichtfeld, wenn im Versicherungsschein das Feld Basiswert den Wert Wiederbeschaffungswert enthält.
  • Basisbetrag für Wiederbeschaffungswert – Mit der Angabe des Basis-Wiederbeschaffungswerts wird der Betrag angegeben, der für die Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes maßgeblich ist. Dieses Feld wird für eine individuelle Wertermittlung zur Verfügung gestellt. Im Versicherungsstamm muss die Wertbasis Wiederbeschaffungswert hinterlegt sein.
    In Verbindung mit dem Feld Basisjahr werden diese beiden Felder benutzt, um den Wiederbeschaffungswert für die Versicherung zu kalkulieren.
  • Basisjahr – Mit der Angabe des Basisjahres wird der Zeitpunkt für die Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes festgelegt. Grundlage für die Ermittlung des Wertes ist der eingegebene Prozentsatz in der entsprechenden Wiederbeschaffungsgruppe.
    Das Basisjahr legt das Jahr fest, für das der relative Basisindex (in der Regel 100%) festgelegt wurde und damit den Ausgangsprozentsatz mit dem der Versicherungswert gerechnet wird.
    In Verbindung mit dem Feld Basiswert, werden diese beiden Felder benutzt, um den Wiederbeschaffungswert für die Versicherung zu kalkulieren.
  • Fixer Versicherungswert – Der Versicherungswert wird nicht anhand von Indexwerten ermittelt, sondern er ist fix und kann hier angegeben werden. Im Versicherungsstamm ist dazu die Wertbasis Versicherungsbasiswert zu hinterlegen.
Karteireiter Inventur

Unter diesem Karteireiter werden die Inventurdaten der Anlage in Form einer Tabelle angezeigt. Somit ist es möglich mehrere Inventursätze anzuzeigen. Als Schlüsselfeld gilt das Inventurdatum. Der aktuellste Inventursatz (lt. Inventurdatum) steht in der Tabelle oben. Pro Tag kann es nur einen Eintrag geben.

Über den Button [Neu] können Sie der Tabelle weitere Inventurdaten hinzufügen.

  • Inventarnummer – Nummer, die der Inventur zugeordnet wurde.
  • Inventurdatum – Datum der Inventur
  • Gezählte Anzahl – In dieser Spalte können Sie die tatsächlich vorhandene Anzahl der Anlagen eintragen, die unter der Anlagennummer geführt werden. Diese Angabe wird für die Inventurrückmeldung verwendet.
  • Inventur Feld 1 bis 10 – Felder zur freien Verfügung
  • Status – Diese Spalte informiert Sie durch ein Icon über den aktuellen Status des Inventureintrages. Folgender Status ist möglich:
    • (Leer)
    • Erzeugt (graues Icon)
    • Freigegeben (schwarzes Icon)
Karteireiter Texte

Hier können ergänzende Texte für die Anlage erfasst werden.

Wird in dem Karteireiter Texte ein Icon angezeigt, dann ist das ein Hinweis auf bestehende Texte.

Weitere Details zu den Texten lesen Sie bitte im Bedienungsleitfaden unter Texteditor.

Karteireiter Weitere Felder

Unter diesem Karteireiter können Sie bei Bedarf benutzerdefinierte Felder festlegen, um Zusatzinformationen zu erfassen. Die benutzerdefinierten Felder sind grundsätzlich auf das Businessobjekt bezogen und daher in allen Ansichten unabhängig voneinander zu definieren. Die erfassten Werte in den benutzerdefinierten Feldern gelten für die aktuell geladene Anlage.

Hinweis
Die hier definierten Felder gelten organisationsübergreifend.

Die möglichen Feldtypen und ihre Bedeutung werden im Dokument Bedienungsleitfaden beschrieben. Dort finden Sie auch eine Beschreibung der Vorgehensweise zum Anlegen weiterer Felder.

Karteireiter Texte

Unter diesem Karteireiter können ergänzende Texte für eine Anlage erfasst werden. Diese sind als Stammdatenhinweise für den Autor oder Benutzer vorhanden.

  • Nummer – Jeder Texteintrag erhält eine laufende Nummer zur eindeutigen Identifizierung. Diese Nummer wird zu jeder Neuanlage eines Texteintrages automatisch vorgeschlagen, kann aber manuell überschrieben werden. Im automatischen Vorschlag der Nummer erfolgt immer auch ein hochzählen des Nummernwertes in Zehnersprüngen, bezogen auf die zuletzt automatisch oder manuell vergebene laufende Nummer.
  • Textgruppe – Bei einer Textgruppe handelt es sich um ein benutzerdefiniertes Gliederungsmerkmal für Texte, diese können anhand der Zuordnung in eine Textgruppe individuell strukturiert werden. Für jeden Texteintrag ist die Angabe einer Textgruppe erforderlich.
  • Automatisch anzeigen – Diese Angabe entscheidet darüber, ob der für ein Datenobjekt erfasste Text automatisch angezeigt wird. Die Anzeige erfolgt dann in der Stammdatenpflege des zugeordneten Datenobjektes. Bei der Neuanlage eines Textes wird der Wert auf Grund der Einstellung für das gleichnamige Feld innerhalb der Textgruppe vorgeschlagen, kann jedoch individuell überschrieben werden. Mögliche Werte:
    • Nicht anzeigen
    • Immer anzeigen
  • Nachrichtentyp – Dieses Feld entscheidet darüber, welcher Nachrichtentyp für die automatische Anzeige des Textes verwendet wird:
    • Information
    • Warnung
  • Text – In dieses Feld kann der neue Text eingegeben bzw. bestehender Text geändert werden. Generell sollte jedoch die Bearbeiten Funktion verwendet werden, da diese auch Möglichkeiten für die Textformatierung zur Verfügung stellt.
Positionslisteneditor
Karteireiter Abschreibung

Dieser Karteireiter enthält die wichtigsten Informationen über die Berechnung der Abschreibungen. Für jeden im System definierten Abschreibungsbereich können die erforderlichen Aufgaben hinterlegt werden, wie Abschreibungsbeginn, Status der Anlage, Konten, etc.
Die Abschreibung kann aus unterschiedlichen Werten berechnet werden. Dies können die Anschaffungskosten oder die Wiederbeschaffungskosten sein.

Die Felder im Einzelnen:

  • Abschreibungsbereich – Durch diese Einstellung wird bestimmt, ob für die Anlage Abschreibungen gerechnet werden
  • Abschreibungsbeginn – Das Feld ist ein Pflichtfeld. Bleibt es leer, wird eine Standardfehlermeldung ausgegeben.Bei der Neuanlage der Anlage wird das Feld anhand der Vorbelegungsregel aus der Anlagengruppe aus dem Anschaffungsdatum oder dem Inbetriebnahmedatum ermittelt und vorbelegt. Folgende Vorbelegungsregeln sind möglich und werden in Abhängigkeit vom Feld Basisdatum auf das Anschaffungsdatum oder das Inbetriebnahmedatum angewendet.
    • Jahresbeginn – Das Abschreibungsbeginndatum wird mit dem ersten Tag des Geschäftsjahres, in dem das Basisdatum liegt, vorbelegt. Mit einer Angabe bei Schrittweite kann das Datum um den in Tagen angegebenen Wert verschoben werden.
    • Vereinfachungsregel – Das Abschreibungsbeginndatum wird mit dem ersten Tag des Geschäftsjahres vorbelegt, wenn das Basisdatum in der ersten Geschäftsjahreshälfte liegt. Sonst wird das Abschreibungsbeginndatum mit dem ersten Tag der zweiten Geschäftsjahreshälfte vorbelegt. Mit einer Angabe bei Schrittweite kann die Periode um den in Tagen angegebenen Wert verschoben werden.
    • Periodenbeginn – Das Abschreibungsbeginndatum wird mit dem ersten Tag der Periode, in dem das Basisdatum liegt, vorbelegt. Mit einer Angabe bei Schrittweite kann die Periode um den in Tagen angegebenen Wert verschoben werden.
    • Basisdatum – Das Abschreibungsbeginndatum wird mit dem Basisdatum vorbelegt. Mit einer Angabe bei Schrittweite kann der Tag um den in Tagen angegebenen Wert verschoben werden.
      Das Anschaffungsdatum wird immer als Basisdatum herangezogen, wenn das optionale Inbetriebnahmedatum nicht angegeben ist.
  • Aktiv – Einem Abschreibungsbereich können verschiedene Zustände zugeordnet werden:
    • Löschung vorgemerkt – Zum Löschen vorgemerkte Abschreibungsbereiche können in einem Reorganisationslauf gelöscht werden
    • Inaktiv – Inaktive Abschreibungsbereiche werden innerhalb von Auswertungen, im Dialogprogramm und im Abschreibungslauf nicht berücksichtigt
    • Aktiv – Die Standardeinstellung ist Aktiv. Diese Abschreibungsbereiche werden in dem Programm uneingeschränkt berücksichtigt.
  • Status – Das Programm vergibt einer Anlage während der Bearbeitung und der Buchung automatisch einen Status. Dieser kann durch den Anwender nicht geändert werden. Folgende Status kann es geben:
    • In Erstellung
    • Bewegungen mit Saldo = 0
    • Bewegungen vorhanden
  • Abschreibung aktiviert – Festlegung, ob der Abschreibungsbereich bei den Abschreibungsläufen berücksichtigt wird. Ist das Feld aktiv, werden Buchungen auf diesem Abschreibungsbereich bei den Abschreibungsläufen berücksichtigt.
    Ist das Feld nicht aktiv, dann muss der Abschreibungsbereich in der Anlage manuell aktiviert werden, damit er beim nächsten Abschreibungslauf berücksichtigt wird.
  • Individueller Basiswert – Der individuelle Basiswert kann als Grundlage für die Abschreibungsermittlung verwendet werden
  • Bestandskonto – Unter dem angegebenen Bestandskonto wird die Anlage geführt. Das Bestandskonto kann zur Gliederung, Selektion und Sortierung des Anlagevermögens verwendet werden. Es wird auch als Kontierungsmerkmal für die Anlagenbuchungen verwendet. Es dient zum Beispiel bei direkter Abschreibung als Gegenkonto für die AfA-Buchungen.
  • Geringwertiges Wirtschaftsgut – Festlegung, um welches geringwertige Wirtschaftsgut es sich handelt. Mögliche Werte:
    • (Leer)
    • Normales Geringwertiges Wirtschaftsgut
    • Pool Geringwertiges Wirtschaftsgut

Die Einstellung kann geändert werden, solange die Anlage den Status In Bearbeitung hat oder die Anlagenbewegungen einen Saldo von Null aufweisen.

  • Abschreibungsmethode – Für die Berechnung der Abschreibung ist hier eine Abschreibungsmethode zu hinterlegen. Die Abschreibungsmethode kann durch die Anlagengruppe vorbesetzt werden.
  • Nutzungsdauer – Eine Nutzungsdauer für die Anlage muss immer angegeben werden. Die Eingabe erfolgt in Form von Kalendermonaten.
  • Gesamtleistungsmenge – Eine Gesamtleistungsmenge ist anzugeben, sofern eine Abschreibungsmethode verwendet wird, bei der die Berechnungsart Leistungsabschreibung hinterlegt ist. Damit besteht z.B. die Möglichkeit, Abschreibungen nach geleisteten Maschinenstunden zu berechnen.
  • Kostenart – Unter der angegebenen Bestandskostenart wird die Anlage im Controlling geführt. Die Bestandskostenart kann auch als Kontierungsmerkmal für die Anlagenbuchungen im Controlling verwendet werden.
  • Zielbetrag – Der Zielbetrag kann angegeben werden und unterliegt keinen Prüfungen. Das System berechnet die Abschreibung bis zum angegeben Zielbetrag.
    Bei der Neuanlage eines Datensatzes wird das Feld mit dem Wert aus der Anlagengruppe vorbelegt.
  • Investitionsfreibetrag – In diesem Feld kann manuell ein vorhandener Investitionsfreibetrag eingetragen werden. Dieser Investitionsfreibetrag wird in der Anlagenkarte ausgewiesen.
    Darüber hinaus steht das Feld im Spaltenvorrat der Anwendung Cockpit: Salden ja Anlage zur Verfügung.
Hinweis
Das Feld ist nur für Österreich relevant. Es ist nur dann verfügbar, wenn im Customizing das Feld Vorzeitige AfA/Investitionsfreibetrag aktiviert ist.
Karteireiter Abschreibung 2

Zur Berechnung der Abschreibungen können Sie die Daten für jeden definierten Bewertungsbereich angeben. Die Dateneingabe muss in Abhängigkeit von der verwendeten Abschreibungsmethode erfolgen. Die meisten Abschreibungen werden mit den Werten Abschreibungsmethode, Gewichtung und Nutzungsdauer errechnet, es können aber auch andere Berechnungsarten definiert werden,  zum Beispiel die Berechnung mit Koeffizienten, prozentualem oder fixem Abschreibungsbetrag. Es ist auch möglich, verschiedene Abschreibungsmethoden zu kombinieren.

Es ist ebenfalls möglich, die kalkulatorischen Zinsen für eine Anlage zu berechnen. Diese Werte können in das Controlling übergeben werden. Für solche Berechnungen können Sie für das Berechnungsverfahren und einem Abrechnungszeitraum eine Zinsgruppe definieren.

  • Prozentsatz – Angabe des Prozentsatzes für die Abschreibungsmethode. Das Feld wird in Abhängigkeit vom Feld Berechnungsart aus der Abschreibungsmethode geprüft.
    Wenn das Feld Berechnungsart den Wert Prozentuale Abschreibung aufweist, wird das Feld zur Eingabe freigegeben, sonst ist es für die Eingabe gesperrt.
  • Gültig ab – Das Datum Abschreibungsinformationen gültig ab ist optional und gibt das Gültigkeitsdatum für die Abschreibungsmodalitäten an. Ist kein Datum angegeben, so gilt die Abschreibungsmodalität ab dem Abschreibungsbeginn, ansonsten ab dem angegebenen Datum. Bei den mit Anlage der Stammdaten erfassten Abschreibungsinformationen ist das Datum leer, d.h. gültig ab Abschreibungsbeginn. Es darf pro Anlagegut und Abschreibungsbereich nur ein Datensatz ab Abschreibungsbeginn gültig sein. Alle weiteren Daten müssen nach dem Abschreibungsbeginn liegen und werden durch Buchungen erzeugt.
  • Fixer Abschreibungsbetrag – Sie haben die Möglichkeit einen festen Abschreibungsbetrag zu hinterlegen. Das Feld wird in Abhängigkeit vom Feld Berechnungsart aus der Abschreibungsmethode geprüft.
    Wenn das Feld Berechnungsart den Wert „Fixer Abschreibungsbetrag“ hat, wird das Feld zur Eingabe freigegeben. Ansonsten ist es für die Eingabe gesperrt.
  • Gewichtung – Eine Gewichtung (Prozent-Satz) muss angegeben werden. In der Regel sind dies 100 %. Bei der Neuanlage eines Datensatzes kann das Feld mit dem Wert aus der Anlagengruppe vorbelegt werden.
  • Kombinationsabschreibungsmethode – Dieses Feld ist zu füllen, wenn ein Wirtschaftsgut unter bestimmten steuerrechtlichen Voraussetzungen linear und zusätzlich mit einer Sonderabschreibung abgeschrieben werden darf. Insbesondere für kalkulatorische Abschreibungen kann hier eine lineare AfA mit einer beliebigen AfA-Art kombiniert werden.
  • Koeffizient – Reziproker Wert des Prozentsatzes. Das Feld wird in Abhängigkeit vom Feld Berechnungsart aus der Abschreibungsmethode geprüft.
    Wenn das Feld Berechnungsart den Wert Koeffizientenabschreibung hat, wird das Feld zur Eingabe freigegeben, sonst ist es für die Eingabe gesperrt.
  • Kombinationsprozentsatz – Angabe des Prozentsatzes für die Abschreibungsmethode. Das Feld wird in Abhängigkeit vom Feld Berechnungsart aus der Kombinationsart folgendermaßen geprüft:
    Wenn das Feld Berechnungsart den Wert Prozentuale Abschreibung aufweist, wird das Feld zur Eingabe freigegeben, sonst ist es für die Eingabe gesperrt.
  • Kombinationsgewichtung – Eine Gewichtung (Prozent-Satz) ist anzugeben, sofern eine Kombinationsabschreibungsart ausgewählt wurde. In der Regel sind hier 100 % einzutragen.
    Bei der Neuanlage eines Datensatzes kann das Feld mit dem Wert aus der Anlagengruppe vorbelegt werden.
  • Fixer Kombinationsbetrag – Sie haben die Möglichkeit einen festen Abschreibungsbetrag zu hinterlegen. Das Feld wird in Abhängigkeit vom Feld Berechnungsart aus der Abschreibungsmethode geprüft.
    Wenn das Feld Berechnungsart den Wert Fixer Abschreibungsbetrag hat, wird das Feld zur Eingabe freigegeben. Ansonsten ist es für die Eingabe gesperrt.
  • Kombinationskoeffizient – Reziproker Wert des Prozentsatzes. Das Feld wird in Abhängigkeit vom Feld Berechnungsart aus der Kombinationsart folgendermaßen geprüft:
    Wenn das Feld Berechnungsart den Wert Koeffizientenabschreibung aufweist, wird das Feld zur Eingabe freigegeben, sonst ist es für die Eingabe gesperrt.
  • Vorzeitige AfA – Festlegung, ob die für Österreich geltende vorzeitige Abschreibung angewandt werden soll.Aktivieren Sie das Feld, wird bei dieser Anlage im Jahr der Anschaffung die vorzeitige Abschreibung vorgenommen.
    Ist das Feld inaktiv, ist für die Anlage keine vorzeitige Abschreibung möglich.
Karteireiter Wiederbeschaffung
  • Wiederbeschaffungsgruppe – Bei den Wiederbeschaffungsdaten werden die Informationen erfasst, die für die Berechnung des Wiederbeschaffungswertes benötigt werden. Bei der Erfassung von Anlagen im Anlagenstamm werden diese Werte als Vorbelegungen herangezogen.
  • Basisbetrag für Wiederbeschaffungswert – Das Feld ist optional. Wenn hier ein Wert eingegeben wird, ist auch eine Wiederbeschaffungsgruppe anzugeben.
  • Basisjahr – Das Feld ist optional. Wenn hier ein Wert eingegeben wird, ist auch eine Wiederbeschaffungsgruppe anzugeben.
  • Fixer Wiederbeschaffungswert – Das Feld ist optional. Wenn hier ein Wert eingegeben wird, ist keine Wiederbeschaffungsgruppe anzugeben. Der Wiederbeschaffungswert wird dann nicht ermittelt anhand von Indexwerten, sondern ist fix.
Karteireiter Zinsen

Dieser Karteireiter enthält die Daten, die als Grundlage für die Berechnung der Zinsen benötigt werden. Für jeden im System definierten Abschreibungsbereich können die erforderlichen Zuordnungen wie Zinsgruppe, Abrechnungszeitraum und Berechnungsbasis hinterlegt werden.

  • Zinsgruppe – Zugehörige Zinsgruppe aus den Stammdaten Zinsen
  • Berechnungszeit – Das Feld ist optional und darf folgende Werte enthalten:
    • Unbegrenzt – Die Zinsen werden bis zum Abgang des Anlagegutes berechnet
    • Nutzungsdauer – Die Zinsen werden bis zum Ende der Nutzungsdauer berechnet
    • Positiver Buchwert – Die Zinsen werden berechnet, solange der Buchwert zum Jahresbeginn positiv ist und den Zielbetrag nicht erreicht hat
    • Positiver laufender Buchwert – Die Zinsen werden berechnet, solange der laufende Buchwert zum Periodenbeginn positiv ist und den Zielbetrag nicht erreicht hat

Bei der Neuanlage eines Datensatzes wird das Feld mit dem Wert aus der Anlagengruppe vorbelegt.
Das Feld wird zum Pflichtfeld, wenn eine Zinsgruppe angegeben ist.

  • Berechnungsbasis – Das Feld ist optional und darf folgende Werte enthalten:
    • Anschaffungskosten – Die Anschaffungskosten werden als Berechnungsbasis für die Zinsberechnung herangezogen
    • Halbe Anschaffungskosten – Die halben Anschaffungskosten werden als Berechnungsbasis für die Zinsberechnung herangezogen
    • Buchwert – Der Buchwert zum Jahresbeginn wird als Berechnungsbasis für die Zinsberechnung herangezogen
    • Durchschnittlicher Buchwert – Der durchschnittliche Buchwert (Buchwert zum Jahresbeginn abzüglich halber Jahresabschreibung) wird als Berechnungsbasis für die Zinsberechnung herangezogen
    • Laufender Buchwert – Der laufende Buchwert zum Periodenbeginn wird als Berechnungsbasis für die Zinsberechnung herangezogen
    • Wiederbeschaffungswert – Der Wiederbeschaffungswert wird als Berechnungsbasis für die Zinsberechnung herangezogen
    • Halber Wiederbeschaffungswert – Der halbe Wiederbeschaffungswert wird als Berechnungsbasis für die Zinsberechnung herangezogen
    • Individueller Basiswert – Der individuelle Basiswert wird als Berechnungsbasis für die Zinsberechnung herangezogen

Bei der Neuanlage eines Datensatzes wird das Feld mit dem Wert aus der Anlagengruppe vorbelegt.
Das Feld wird zum Pflichtfeld, wenn eine Zinsgruppe angegeben ist.

Karteireiter Abschreibungsveränderungen

Die Abschreibungsveränderungen können nur durch eine Buchung erfasst werden, nachdem Sie die erste Eingangsbuchung erstellt haben. Diese Änderungen werden in dieser Tabelle gezeigt.

  • Gültig ab – Das Datum Abschreibungsinformationen gültig ab ist optional und gibt das Gültigkeitsdatum für die Abschreibungsmodalitäten an. Ist kein Datum angegeben, so gilt die Abschreibungsmodalität ab dem Abschreibungsbeginn, ansonsten ab dem angegebenen Datum. Bei den mit Anlage der Stammdaten erfassten Abschreibungsinformationen ist das Datum leer, d.h. gültig ab Abschreibungsbeginn. Es darf pro Anlagegut und Abschreibungsbereich nur ein Datensatz ab Abschreibungsbeginn gültig sein. Alle weiteren Daten müssen nach dem Abschreibungsbeginn liegen und werden durch Buchungen erzeugt.
  • Abschreibungsmethode – Sofern Sie die Abschreibungsmethode einer Anlage ändern möchten, ist in diesem Feld die neue Abschreibungsmethode anzugeben
  • Prozentsatz – Angabe des Prozentsatzes für die Abschreibungsmethode. Das Feld wird in Abhängigkeit vom Feld Berechnungsart aus der Abschreibungsmethode geprüft.
    Wenn das Feld Berechnungsart den Wert Prozentuale Abschreibung aufweist, wird das Feld zur Eingabe freigegeben, sonst ist es für die Eingabe gesperrt.
  • Gewichtung – Eine Gewichtung (Prozent-Satz) muss angegeben werden. In der Regel sind dies 100%. Bei der Neuanlage eines Datensatzes kann das Feld mit dem Wert aus der Anlagengruppe vorbelegt werden.
  • Kombinationsabschreibungsmethode – Dieses Feld ist zu füllen, wenn ein Wirtschaftsgut unter bestimmten steuerrechtlichen Voraussetzungen linear und zusätzlich mit einer Sonderabschreibung abgeschrieben werden darf. Insbesondere für kalkulatorische Abschreibungen kann hier eine lineare AfA mit einer beliebigen AfA-Art kombiniert werden.
  • Kombinationsprozentsatz – Angabe des Prozentsatzes für die Abschreibungsmethode. Das Feld wird in Abhängigkeit vom Feld Berechnungsart aus der Kombinationsart folgendermaßen geprüft:
    Wenn das Feld Berechnungsart den Wert Prozentuale Abschreibung aufweist, wird das Feld zur Eingabe freigegeben, sonst ist es für die Eingabe gesperrt.
  • Kombinationsgewichtung – In diesem Feld legen Sie fest, zu welchem Anteil die dem Abschreibungsbereich zugeordnete Kombinationsabschreibungsmethode berechnet wird. Dieses wird aber nur dann berücksichtigt, wenn innerhalb eines Abschreibungsbereiches die Abschreibungsmethode und die  Kombinationsabschreibungsmethode hinterlegt werden.
    • Aktiv bedeutet – Variable Gewichtungen sind für die Abschreibungsmethoden zulässig. Kombinatorische Abschreibungsmethoden können auch über bzw. unter 100% in Summe kommen.
      D.h., dass zum Beispiel die Abschreibungsmethode zu 100% und die Kombinationsabschreibungsmethode nur zu 50% berücksichtigt werden muss.
    • Inaktiv bedeutet – Variable Gewichtungen sind für die Abschreibungsmethoden nicht zulässig. Kombinatorische Abschreibungsmethoden müssen in Summe 100% ergeben oder aber jeweils 100% (in diesem Fall wird die volle Abschreibung für beide Methoden berechnet).
  • Nutzungsdauer – Eine Nutzungsdauer für die Anlage muss immer angegeben werden. Die Eingabe erfolgt in Form von Kalendermonaten.
  • Status – Der Status zeigt an, ob die Abschreibungsmethode aktiv ist. Eine Abschreibungsmethode kann nur über den Buchungsdialog storniert werden. Ein Storno in der Anlagenstammwartung ist nicht möglich.
Karteireiter Dynamische Daten

Unter diesem Karteireiter können ergänzende dynamische Daten für eine Anlage erfasst werden.

  • Ende der Nutzungsdauer – Zeitpunkt, an dem die Nutzung der Anlage endet
  • Abgangsdatum – Abgangsdatum der Anlage
  • Abschreibung berechnet bis – Zeitpunkt, bis zu dem die Abschreibung der Anlage berechnet wird
  • Zinsen berechnet bis – Zeitpunkt, bis zu dem die Zinsen der Anlage berechnet werden
  • Simulation der Abschreibung berechnet bis – Zeitpunkt, bis zu dem die Simulation der Abschreibung für diese Anlage berechnet wird
  • Simulation der Zinsen berechnet bis – Zeitpunkt, bis zu dem die Simulation der Zinsen für diese Anlage berechnet wird
Karteireiter Bestandskonten

Für jede Bestandskontenänderung mit der Belegart Ändern Abschreibungsbereich wird die Information unter diesem Karteireiter gefüllt. Dadurch ist die zeitliche Veränderung des Bestandskontos je Anlagenstamm zu sehen.

  • Gültig ab – Zeitpunkt, ab dem das dazugehörige Bestandskonto gültig ist
  • Bestandskonto – Kennung der Bestandskostenart
  • Status – Information über den aktuellen Status des Bestandskontos
Karteireiter Kostenarten

Für jede Kostenartenänderung mit der Belegart Ändern Abschreibungsbereich wird die Information unter diesem Karteireiter gefüllt. Dadurch ist die zeitliche Veränderung der Kostenart je Anlagenstamm zu sehen.

  • Gültig ab – Zeitpunkt, ab dem die dazugehörige Kostenart gültig ist
  • Kostenart – Kennung der Kostenart
  • Status – Information über den aktuellen Status der Kostenart
Karteireiter Abschreibungsaussetzung

Für jede Abschreibungsaussetzung mit der Belegart Ändern Aussetzung wird die Information unter diesem Karteireiter gefüllt.

In einigen Ländern können die Abschreibungen ausgesetzt werden, für Perioden, in denen die Anlage aus irgendeinem Grund nicht verwendet wird. Sie können die Abschreibung dann in späteren Perioden durchführen. Dies kann über einen Schalter im Customizing aktiviert oder deaktiviert werden. Ist der Schalter deaktiviert wird der Karteireiter im Anlagenstamm auch nicht angezeigt.

  • Position – Laufende Nummer der Unterbrechungen
  • Unterbrechung ab – Zeitpunkt, ab wann die Unterbrechung gültig ist
  • Unterbrechung bis – Zeitpunkt, bis wann die Unterbrechung gültig ist
  • Status – Information über den aktuellen Status der Unterbrechung

Anwendungsbezogene Aktionen

In der Anwendung Anlagenstamm stehen die folgenden anwendungsbezogenen Aktionen zur Verfügung:

Vorbesetzen aus Anlagengruppe

Mit dieser Aktion können Sie eine neuanzulegende Anlage in komfortabler Weise und ohne viele zusätzliche Angaben erfassen. Hintergrund dieser Aktion ist die Tatsache, dass die Anlagen einzelnen Anlagengruppen zugeordnet sind, die wiederum bestimmte Abschreibungsbereiche und Methoden implizieren.

Bevor Sie die Aktion ausführen können, muss die Anlagengruppe und das Anschaffungsdatum ausgefüllt werden. Mit der Ausführung der Aktion [Vorbesetzen aus Anlagengruppe] werden dann die entsprechenden Werte der Anlagengruppe (Abschreibungsbereiche, Abschreibungsmethoden) übernommen. Es müssen anschließend nur noch die Pflichtfelder ausgefüllt werden. Diese Aktion setzt allerdings voraus, dass die Daten entsprechend parametrisiert sind.

Hinweis
Die Aktion ist nur bei der Neuanlage einer Anlage möglich oder bei einer Anlage, deren Staus den Wert In Bearbeitung aufweist.
Vorbesetzen aus Eingangsbeleg

Mit dieser Aktion können Sie den Kreditor und die optionalen Dimensionen aus einem Eingangsbeleg in den Anlagenstamm übernehmen. Die Aktion ist nur bei der Neuanlage einer Anlage möglich.

Bei Aufruf der Aktion öffnet sich das Dialogfenster Auswahl Eingangsbeleg.

  • Eingangsbeleg – Geben Sie in diesem Feld den Eingangsbeleg an, aus dem die Daten im Anlagenstamm vorbelegt werden sollen. Über die Wertehilfe Eingangsschnittstellen suchen können Sie den Eingangsbeleg auswählen.

Für diese Aktion ist nur der Eingangsbeleg zu erfassen. Weitere Felder sind nicht erforderlich. Über den Button [Übernehmen] werden der Kreditor und die optionalen Dimensionen aus dem Eingangsbeleg in die gleichnamigen Felder im Anlagenstamm eingesetzt. Sind bereits optionale Dimensionen im Anlagenstamm gefüllt, werden diese auch durch das Vorbesetzen aus dem Eingangsbeleg überschrieben.

Hinweis
Die Vorbesetzung der optionalen Dimensionen aus der Anlagengruppe hat immer Vorrang und überschreibt gegebenenfalls die aus dem Eingangsbeleg vorbesetzten optionalen Dimensionen.

Customizing

Für die Anwendung Anlagenstamm sind in der Anwendung Customizing die folgenden Einstellungen in der Funktion Anlagenbuchhaltung Allgemein relevant:

  • Anlagennummer – Festlegung des Nummernkreises, der für die Automatische Nummernvergabe bei der Neuerfassung von Anlagen gültig ist. Die Nummernkreise der Anlagenbuchhaltung sind in der Anwendung Nummernkreise definiert.
  • Nummernkreis Anlagenstamm – Festlegung des Nummernkreises, der für die Automatische Nummernvergabe bei der Neuerfassung von Anlagen gültig ist. Die Nummernkreise der Anlagenbuchhaltung sind in der Anwendung Nummernkreise definiert.
  • Nummernkreis Anlagenreferenz – Festlegung des Nummernkreises, der für die Automatische Nummernvergabe bei der Anlagenreferenz gültig ist. Die Nummernkreise der Anlagenbuchhaltung sind in der Anwendung Nummernkreise definiert.
  • Nummernkreis Anlagenbewegung – Festlegung des Nummernkreises, der für die Automatische Nummernvergabe bei der Neuvergabe von Anlagenbewegungen gültig ist. Die Nummernkreise der Anlagenbuchhaltung sind in der Anwendung Nummernkreise definiert.
  • Optionale Dimensionen Pflicht – Ist dieser Schalter gesetzt, kann je Dimensionstyp (der für die Anlagenbuchhaltung verwendbar ist) festgelegt werden, ob explizit für diesen Dimensionstyp eine optionale Dimension angegeben werden muss.

Business Entitys

Für die Anwendung Anlagenstamm ist das nachfolgende Business Entity relevant, das Sie beispielsweise verwenden, um

  • Berechtigungen zu vergeben,
  • Aktivitätsdefinitionen einzurichten oder
  • Daten zu importieren oder zu exportieren

Anlagenstamm

com.sem.ext.app.fin.assetaccounting.obj.AssetMaster

Das Business Entity gehört zu folgender Business-Entity-Gruppe:

com.sem.ext.app.fin.assetaccounting.MasterData

Berechtigungen

Berechtigungen können sowohl mithilfe der Berechtigungsrollen als auch durch inhaltsbezogene Berechtigung (durch die Zuordnung zu Organisationen) vergeben werden. Das Berechtigungskonzept können Sie in der Technischen Dokumentation Berechtigungen Berechtigungen nachlesen.

Spezielle Fähigkeiten

Für die Anwendung Anlagenstamm bestehen keine speziellen Fähigkeiten.

Organisations-Zuordnungen

Für die Anwendung Anlagenstamm ist eine Organisations-Zuordnung nicht erforderlich.

Besonderheiten

Für die Anwendung Anlagenstamm bestehen keine Besonderheiten.

Berechtigungen für Geschäftspartner

Die Anwendung Anlagenstamm ist für Geschäftspartner nicht freigegeben.

War dieser Artikel hilfreich?