Entwicklungsobjekt: Anwendung

Die Anwendung Entwicklungsobjekte dient der Erfassung und Ansicht von Entwicklungsobjekten verschiedenster Typen. In dieser Dokumentation wird der Typ Anwendung beschrieben.

Allgemeine Informationen zur Anwendung Entwicklungsobjekte, beispielsweise die Beschreibung der anwendungsbezogenen Aktionen oder des Identifikationsbereichs, finden Sie in dieser Dokumentation Entwicklungsobjekte.

Beschreibung

Das Entwicklungsobjekt Anwendung definiert die Eigenschaften einer Anwendung.

Die Felder im Einzelnen:

  • Bezeichnung – Name der Anwendung. Der Name der Anwendung wird unter anderem im oberen linken Rand angezeigt, wenn eine Anwendung geöffnet ist oder im Navigationsbereich unter Anwendungen im zugeordneten Framework. Die Eingabe ist auf 80 Zeichen beschränkt und übersetzbar. Der Anwendungsname ist im System eindeutig.
  • Typ – Dieses Feld definiert den Anwendungstypen:
    • Hintergrund – Anwendung, die in einem Hintergrundprozess läuft (Verarbeitungswarteschlange). Hintergrund-Anwendungen dürfen nur in einem .log oder .print Namensraum angelegt werden.
    • Dialog – Anwendung, die in der grafischen Oberfläche läuft. Diese kann z. B. über den Navigationsbereich geöffnet werden. Dialoganwendungen dürfen nur in einem .ui Namensraum angelegt werden.
    • Tool – Anwendung, die in der Toolshell läuft. Toolanwendungen dürfen nur in einem .tools Namensraum angelegt werden.
  • Anzeige- und Wartungseinstellung – In diesem Feld legen Sie fest, ob diese Anwendung gewartet und angezeigt wird. Folgende Einstellungen können Sie auswählen:
    • Anzeige, Wartung  – Die Anwendung wird im Benutzermenü angezeigt. Ein Tool wird in der Hilfe der Toolshell angezeigt. Die Anwendung wird gewartet und kann verwendet werden.
    • Keine Anzeige, Wartung – Die Anwendung wird nicht im Benutzermenü angezeigt. Ein Tool wird nicht in der Hilfe der Toolshell angezeigt. Die Anwendung wird gewartet und kann verwendet werden.
    • Keine Anzeige, keine Wartung – Die Anwendung wird nicht im Benutzermenü angezeigt. Ein Tool wird nicht in der Hilfe der Toolshell angezeigt. Die Anwendung wird nicht gewartet und darf nur auf ausdrückliche Anweisung des Supports verwendet werden.
    • Mobile Geräte – Die Anwendung wird nur auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablet-PCs angezeigt. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation Referenzhandbuch: Mobile Anwendungen.
    • Alle Geräte – Die Anwendung wird sowohl im Benutzermenü als auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablet-PCs angezeigt. Die Anwendung wird gewartet und kann verwendet werden.
  • Besondere Verwendung – Festlegung der Verwendung und des Verhaltens der Anwendung. Die möglichen Werte für dieses Feld hängen vom Typ der Anwendung ab.
    • Datenaktualisierung – Datenaktualisierung, die als Dialog-Anwendung interaktiv vom Benutzer ausgeführt wird. Wird diese besondere Verwendung bei einer Hintergrund-Anwendung angegeben, so wird die Hintergrund-Anwendung automatisch bei der Installation einer Softwareaktualisierung, die eine neue Version der Anwendung enthält, ausgeführt.
    • Datenaktualisierung im Hintergrund – Datenaktualisierung, die als Hintergrund-An­wendung definiert wird und mithilfe der Anwendung Datenaktualisierungen abfragen als Verarbeitungs­auftrag ausgeführt werden kann.
    • Wiederholbare Datenaktualisierung – Bitte nicht verwenden.
    • Cockpit – Dialoganwendung, mit der Daten abgefragt und weiter verarbeitet werden können. Die Oberfläche einer Cockpit-Anwendung ist anpassbar. Der Name einer Cockpit-Anwendung muss Cockpit enthalten. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation Referenzhandbuch: Cockpits.
    • Anpassbare Anwendung – Dialoganwendung, deren Oberfläche anpassbar ist
    • Berichtsdokument – Dialog-Anwendung, die einen Bericht ausgeben kann. Der Name von Anwendungen mit dieser besonderen Verwendung muss auf ReportOutput enden.
    • Dienst – Bitte nicht verwenden.
    • Reorganisation – Hintergrund-Anwendung zum Reorganisieren von Daten. Eine Anwendung mit dieser besonderen Verwendung kann in der Anwendung Reorganisationsaufträge verwendet werden. Der Name von Reorganisations-Anwendungen muss auf Reorganization enden. Weitere Informationen zu Reorganisations-Anwendungen finden Sie in der Dokumentation Referenzhandbuch: Reorganisation.
    • Wiederanlauffähige Anwendung – Hintergrund-Anwendung, die nach einem nicht selbst verschuldeten Abbruch beim Neustart des Application-Servers fortgesetzt wird. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation Referenzhandbuch: Hintergrund-Anwendungen.
    • SOAP-Service – RPC-Dienst, der eine Schnittstelle zu Fremdsystemen definiert, die SOAP als Kommunikationsprotokoll verwenden
    • REST-Service – RPC-Dienst, der eine Schnittstelle zu Fremdsystemen definiert, die REST als Kommunikationsprotokoll verwenden.
    • Berechtigungsmodus – In diesem Feld lässt sich die Berechtigungsprüfung einer Anwendung definieren.
      • Prüfung durchführen – Die Berechtigungsprüfung wird in dieser Anwendung ausgeführt.
      • Keine Prüfung – Die Berechtigungsprüfung wird in dieser Anwendung nicht ausgeführt.
    • Resourcenname – In diesem Feld wird der Resourcenname für die Anwendung erfasst. Für einen Anwendung von Typ Tool kann die Anwendung in der Toolshell über diesen Namen aufgerufen werden. Für eine Anwendung von Typ Web-Service bestimmt dieser Name wie der Web-Service mit dem Browser angesprochen wird. Die Erfassung ist nur bei den Typen Tool und Web-Service möglich. Die Eingabe ist auf 40 Zeichen beschränkt.
    • Framework – Thematische Zuordnung der Anwendung. Die Anwendung ist unter dem angegebenen Framework im Benutzermenü sichtbar. Die Anwendung wird in den Verwendungsnachweis des Frameworks aufgenommen.
    • Java-Klasse – Java-Klasse, in der die Anwendung implementiert wird. Die verwendete Java-Klasse darf in keiner anderen Anwendung verwendet werden. Der Namensraum und der Entwicklungsobjektname der Java-Klasse sollten identisch mit dem der Anwendung sein. Die Anwendung wird in den Verwendungsnachweis der Java-Klasse aufgenommen.
    • Primäres Business Entity – Angabe des Business Entitys, das durch diese Anwendung hauptsächlich beeinflusst wird. Bei einer Datenaktualisierung wird diese Angabe benötigt, um die Datenbanken zu ermitteln, auf der die Datenaktualisierung läuft. Die Anwendung wird in den Verwendungsnachweis des Business Objects aufgenommen.
    • Funktion – Konfigurationsfunktion, die aktiv sein muss, um die Anwendung zu starten. Die Konfigurationsfunktion ist nur im Original-Repository änderbar. Die Anwendung wird in den Verwendungsnachweis der Konfigurationsfunktion aufgenommen.
    • Verantwortlicher – Das Feld zeigt den verantwortlichen Entwickler der Anwendung.
    • Suche – Für Dialoganwendungen mit der besonderen Verwendung Cockpit wird in diesem Feld die Suche angezeigt (Entwicklungsobjekt vom Typ Suche), auf der die Abfrage des Cockpits basiert.
    • Benötigte, aktive Datenbanken – Datenbanken, die für die Ausführung der Anwendung benötigt werden. Bei Dialoganwendungen ist das die Datenbank, in der die Anwendung die Daten verändert. Bei Datenaktualisierungen haben die aktivierten Checkboxen für OLTP/OLAP-Datenbanken eine besondere Bedeutung. Wenn die entsprechenden Checkboxen aktiviert sind, dann wird die Datenaktualisierung nur auf der in der Session aktiven OLTP/OLAP-Datenbank ausgeführt. Wenn eine Datenaktualisierung auf allen OLTP/OLAP-Datenbanken ausgeführt werden, dann muss die Checkbox Repository-Datenbank aktiviert werden.
      Hinweis
      Bei der Logik dieser Datenaktualisierung muss beachtet werden, dass auf die in der Session nicht aktiven Datenbanken zugegriffen wird. Die Anwendung darf in diesem Fall keine Session-bezogenen Funktionen benutzen.
      Detaillierte Informationen finden Sie in der Dokumentation Datenaktualisierungen entwickeln.
    • OLTP-Datenbank (Checkbox) – Wenn diese Checkbox aktiviert ist, benötigt die Anwendungen mindestens eine OLTP-Datenbank.
    • OLAP-Datenbank (Checkbox) – Wenn diese Checkbox aktiviert ist, dann benötigt die Anwendungen mindestens eine OLAP-Daten­bank.
    • Repository-Datenbank (Checkbox) – Wenn diese Checkbox aktiviert ist, dann benötigt die Anwendungen mindestens eine Repository-Daten­bank.
    • Konfigurations-Datenbank (Checkbox) – Wenn diese Checkbox aktiviert ist, dann benötigt die Anwendungen mindestens eine Konfigurations-Daten­bank.
    • Organisationsbezug – Der Organisationsbezug gibt an, welchen Typ von Organisation ein Mitarbeiter zugeordnet sein muss, um die Anwendung benutzen zu können. Eine Anwendung, die für den Vertrieb gedacht ist muss den Organisationsbezug Firma und Vertrieb haben.

    Der Button im Arbeitsbereich hat folgende Funktion:

    • [Anwendung öffnen] – Diese Funktion startet die Anwendung, außer Datenaktualisierungen und gelöschte Anwendungen.

    Unterer Karteireiter Aktion

    Die Aktionen stellen eine Schnittstelle vom System zur Anwendung dar (Die Rückgabe ist noch nicht vollständig implementiert). In der Methode runist die Schnittstelle definiert.

    Die Spalten im Einzelnen:

    • Aktion – In dieser Spalte steht der eindeutige Name der Aktion. Wird eine neue Aktion zu einer Anwendung hinzugefügt, die nicht im eigenen Entwicklungsnamensraum liegt, muss der Name mit dem Entwicklungspräfix des aktuellen Systems beginnen. In diesem Fall wird das Präfix bei der Neuanlage automatisch vorgeblendet.
    • ID – Die ID wird der run-Methode der Anwendung übergeben. Diese wird dann im Code entsprechend ausgewertet. Die ersten 100 Konstanten sind für die Systemschnittstelle reserviert. Eigene Definitionen müssen größer 100 sein. Für Dialoganwendungen sind bereits Werte definiert:
      Konstante Wert  Beschreibung
      INIT_DEFAULT 0 Normaler Start (auch für Batchanwendungen)
      INIT_LOAD 1 Starten der Anwendung mit Daten und Ausführung der Load-Action
      WORKFLOW_RESULT 2 Für den Workflow
      DATAIMPORT_PROCESSING 3 Import von Daten per Business Integration
    • Aktionsbeschreibung – In dieser Spalte kann ein Text zur genaueren Beschreibung der Aktion erfasst werden.
    • Parametername – Name des Parameters. Wenn z. B. der Name View und die ID = 1, dann ist das der Wert der Ansichtensteuerung. Über diesen Wert wird bestimmt, mit welcher Ansicht die Anwendung geöffnet wird.
      Der Name ist auf 30 Zeichen beschränkt. Wird ein neuer Parameter zu einer Aktion hinzugefügt und liegt die Anwendung nicht im eigenen Entwicklungsnamensraum, muss der Name mit dem Entwicklungspräfix des aktuellen Systems beginnen. In diesem Fall wird das Präfix bei der Neuanlage automatisch vorgeblendet.
      Bei Anwendungen mit der besonderen Verwendung Berichtsdokument sind die Parameternamen JobAttributes, SystemVariables, SystemValues, TextConstants, TextValues, OutputOptions sowie alle Namen, die mit Report beginnen, reserviert.
    • Datenstruktur-Typ – In dieser Spalte wird die Datentypstruktur des Parameters angezeigt. Mögliche Werte sind:
      • Einzelelement
      • List
      • CisList

      Viele Hintergrund-Anwendungen für die Auftragserzeugung besitzen den Parameter Order, der als eine Liste von Parts des Datentyps com.cisag.app.general.obj.OrderKeydefiniert ist. Verwenden Sie die Funktion createOrderKeyder System-Skriptsprache, um einen OrderKeyzu erzeugen und diesen der Hintergrund-Anwendung als Liste zu übergeben.

    • Elemententyp – Typ des Parameters. In dieser Spalte wird ausgewählt, ob ein Logischer Datentyp oder ein Business Object übergeben werden kann.
      • Logischer Datentyp – Bestimmt, welcher Art der Parameter sein darf.
      • Business Object – Bestimmt, welches Business Object von der Anwendung akzeptiert wird. Das schließt die Aufrufe aus anderen Programmen oder von URLs nicht aus.
    • Logischer Datentyp/Business Objects/Objektsicht – Erfassung des Logischen Datentyps bzw. des Business Objects des Parameters. Wenn der ausgewählte logische Datentyp oder das Business Object als Übergabeparameter definiert ist, dann wird dieser der Anwendung über die run-Methode in einer Parameterliste übergeben. Über den Parameternamen kann auf den Übergabeparameter zugegriffen werden. Die Anwendung wird im Verwendungsnachweis des Logischen Datentyps bzw. Business Objects aufgenommen.
    • Parameterbeschreibung – In dieser Spalte kann ein Text zur genaueren Beschreibung des Parameters erfasst werden.

    Die Buttons im Arbeitsbereich haben folgende Funktionen:

    • [Neu] – Erzeugt eine neue Aktion. Folgende Werte werden vorgegeben:
      • ID: 0 (INIT_DEFAULT)
    • [Load] – Erzeugt eine neue Aktion. Folgende Werte werden vorgegeben:
      • Aktion: Load
      • ID: 1 (INIT_LOAD)
    • [Workflow] – Erzeugt eine neue Aktion. Folgende Werte werden vorgegeben:
      • Aktion: Workflow
      • ID: 2 (WORKFLOW_RESULT)
    • [Batch (Hintergrund)] – Erzeugt eine neue Aktion. Folgende Werte werden vorgegeben:
      • Aktion: Datenimport
      • ID: 3 (DATAIMPORT_PROCESSING)
    • [Parameter] – Erzeugt einen neuen Parameter für die Aktion. Über den Button [Parameter] können die Parameter der Aktion erfasst werden. Die Parameter werden der Anwendung als Paare (Name – Wert) übergeben.

    Wenn die Action ID = 1 (INIT_LOAD) und der Parametertyp ein Business Object ist, greifen folgende generische Mechanismen:

    • Jeder angegebene Objekttyp kann durch Drop in den Identifikationsbereich an die Anwendung übergeben werden.
    • Über den Eigenschaftsdialog am Business Object (Karteireiter Systemkontextmenü) kann die Anwendung in das Kontextmenü des Business Objects aufgenommen werden.

    Die Bestimmung der Standardanwendung im Kontextmenü (Fettdruck) erfolgt über folgenden Mechanismus. Die Anwendungen werden in 4 Gruppen unterteilt:

    • Gruppe 1 – Das primäre Entity der Anwendung und das in der Aktion erfasste Business Object sind identisch sowie der Parametername der Action entspricht dem Namen des Business Objects der Action.
    • Gruppe 2 – Das primäre Entity der Anwendung und das in der Aktion erfasste Business Object sind identisch.
    • Gruppe 3 – Der Parametername der Aktion und der Name des Business Objects der Action sind identisch.
    • Gruppe 4 – Das in der Aktion verwendete Business Object.

    Nach dieser Gruppierung werden die Anwendungsnamen alphabetisch in entsprechenden Listen abgelegt. Die erste Anwendung in der oben aufgeführten Reihenfolge wird die Standardanwendung im Kontextmenü.

    Unterer Karteireiter Test

    Wenn für eine Anwendung ein Test implementiert ist, den die Testläufe ausführen können, muss der Test definiert werden.

    • Testname – Name des Tests, unter dem die Testläufe den Test an der Anwendung abfragen. Der Name ist auf 30 Zeichen beschränkt.
    • Bezeichnung – Beschreibung des Tests. Diese ist auf 256 Zeichen beschränkt und übersetzbar.
    • Parametername – Name des Parameters. Der Name ist auf 100 Zeichen beschränkt.
    • Datentyp – Erfassung des Logischen Datentyps. Über diesen erfolgt in den Testläufen die Konfiguration des Tests. Die Anwendung wird im Verwendungsnachweis des Logischen Datentyps aufgenommen.

    Der Button im Arbeitsbereich hat folgende Funktion:

    • [Parameter] – Fügt einen neuen Testparameter ein. Über den Button Parameter können die Parameter des Tests erfasst werden. Die Parameter werden dem Test als Paare (Name – Wert) übergeben.

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